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50 Jahre SC Fortuna Bonn – Teil 32 (Teil 2)

Die Saison 2000/2001

In der Jugend kümmerten sich in der Saison 2000/2001 über 30 Trainer, Co-Trainer und Betreuer um weiterhin 17 Mannschaften. Das Wasserland platzte immer noch aus allen Nähten und auch der F.-A.-Schmidt-Platz in Dottendorf war ständig mit Fortuna-Trainingseinheiten belegt. In der Abteilungsleitung arbeitete man weiter mit Hochdruck an Optimierungsmaßnahmen. So wurden in dieser Saison abschließend alle Jugendspieler mit einem einheitlichen Trainingsanzug ausgestattet. Außerdem wurde für den Trainingsbetrieb eine mobile Torwand angeschafft und ein Kopfballpendel auf dem Kleinspielfeld installiert.

Nicht nur aufgrund dieser ganzen Maßnahmen, sondern auch wegen der sowohl breitensportlichen wie auch in ersten Tendenzen leistungssportlichen Ausrichtung, erhielt die Fortuna zum dritten Mal eine Auszeichnung für eine besonders bemerkenswerte Jugendarbeit durch die Sepp-Herberger-Stiftung.

Die D1-Jugend spielte unter der Leitung von BERT GATZWEILER und KLEMENS TSCHINKEL mit einem überwiegend jüngeren Jahrgang in der Sondergruppe eine bärenstarke Saison. Bis zum letzten Spieltag hielt man die Meisterschaft offen. Leider hatte man nachher mit nur einem Punkt Rückstand gegenüber dem Bonner SC das Nachsehen, auch wenn zuvor fälschlicherweise der General-Anzeiger in seiner wöchentlichen Tabellendokumentation die Fortuna schon zum Meister gemacht hatte. Dennoch stand man vor dem Erzrivalen aus Friesdorf, was grundsätzlich immer für jegliche Meisterschaft entschädigte.

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Die F2-Jugend unter der Leitung von RANKO BALETIC machte es da schon besser. Als Kreismeister erreichte man in dieser Spielzeit das absolute Maximum. Mit 60 Punkten aus 20 Spielen und 193:5-Toren (!!) war man absolut nicht zu schlagen.

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Ein wahres Fiasko erlebte hingegen die damalige A-Jugend. In der Vorsaison war man noch knapp in den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga gescheitert. Auch in dieser Saison wollte man eigentlich wieder oben mitspielen und hätte dafür auch die nötige Qualität im Kader gehabt, doch es sollte alles anders kommen. Die Trainingsbeteiligung und die Pünktlichkeit, kurzum die gesamte Disziplin, brachte den damaligen Trainer DIRK SCHILLINGS an den Rand der Verzweiflung. Zuckerbrot, Peitsche, Aussprachen, Treffen mit dem Vorstand alles hatte keine richtige Auswirkung auf einen Großteil der Mannschaft. Am Ende musste man mit dem Super-Gau leben und die A-Jugend stieg in die Normalgruppe ab.

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Ebenfalls nicht so richtig in Schwung präsentierten sich in diesem Jahr die Bären, das Trainer- und Betreuerteam der Fortuna. Beim Gerümpelturnier kam schon in der Vorrunde das aus. Ganz klar, dass es da viel zu besprechen gab. Und somit organisierte man sofort mal eine Abschlusstour nach KLEINLINDEN. Bei den befreundeten Gießenern stimmte man sich perfekt auf die anstehende neue Saison ein und man lernte sich zum Teil noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Dort bekam jedenfalls KLEMENS TSCHINKEL seinen neuen Spitznamen: DIE SPINNE.

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Fortunas Trainer- und Betreuerteam, die Bären, zu Besuch in Kleinlinden im Jahr 2001.

Hintere Reihen von links nach rechts: Harald Klos, xxx, Wolfgang Hagen, Werner Simon, Josef Bemp, Klemens Tschinkel

vordere Reihe von links nach rechts:
Markus Wolf, Dirk Schillings, Rene Schaaf, Günther Mosblech

 

Einen herben Verlust musste TEDDY MIEBACH in der Redaktion der Vereinszeitschrift Anstoss hinnehmen. Beruflich bedingt musste BERT GATZWEILER, der damals für viele Jahre so viele hervorragende wie auch belustigende Berichte für den Anstoss schrieb, leider kürzer treten. Berts Berichte hätten hier eine eigene tägliche Serie verdient. Mal schauen, was da noch passiert…

Zum letzten Mal fand im Jahr 2000 leider die traditionelle Weihnachtsfeier für die gesamte Fußballabteilung in der Wasserlandhalle statt. Neben den hohen Auflagen für die Turnhallennutzung durch die Stadt, ließ leider auch das allgemeine Interesse an dieser Mammut-Veranstaltung nach, was die vielen Stunden an Organisation und Vorbereitung für dieses Event leider nicht mehr rechtfertigte. Zu allem Überfluss stand die letzte Weihnachtsfeier kurz vor dem Abbruch. Auf dem Weg zum Podest kippte damals nämlich der Weihnachtsmann um. Nachdem der Krankenwagen herbeieilte, merkten damals auch die Letzten dass es sich nicht um eine abgestimmte Show-Einlage handelte. Tatsächlich hatte der zuckerkranke Weihnachtsmann an diesem Tag nicht richtig auf seine Werte geachtet. Nachdem dieser aber nach kurzer Behandlung beim Abtransport allen die Hand zum Abschied ausstreckte und damit signalisierte, dass es ihm wieder besser ging, konnte weitergefeiert werden.

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