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50 Jahre SC Fortuna Bonn – Teil 37 (Teil 1)

Die Saison 2005/2006

Die Erste Mannschaft der Fortuna ging in der Spielzeit 2005/2006 selbstbewusst in die Saison. Nach dem tollen dritten Platz im Vorjahr, sprach Trainer VLADIMIR LIUTYI ganz klar den Aufstieg als festes Ziel aus. Anlass zu diesen forschen Tönen hatte er reichlich. Zum einen hatten sich die jungen Spieler, eine Vielzahl der Jungs waren noch keine 20 Jahre alt, weiter entwickelt, zum anderen wurde der Kader noch einmal mächtig verstärkt. Zur neuen Saison startete die Fortuna nämlich die große Rückholaktion. So kehrte der magische Sturm mit STEFAN PIECHOTTA, der sich ein Jahr bei Uwe Kürten in Oedekoven verirrt hatte, und auch FLORIAN NUSCHE (heute CORNIDES), der zwischenzeitlich bei Fortuna Köln (!) gelandet war, zur Fortuna zurück. Außerdem konnte man THOMAS KALTSCHEUER und LUIS SPITTA davon überzeugen, ins Wasserland zurückzukehren. Obendrauf kam noch ARTHUR PANECKI aus Kriegsdorf zurück. Arthur hatte bis zur B-Jugend mit den Ndjeng-Brüdern in der Fortuna-Jugend gespielt und danach fast durchgängig höherklassig gespielt. Aus der eigenen Jugend zog Liutyi des weiteren MARCUS NEUMEISTER und THORSTEN SPILLES in die Erste Mannschaft hoch. Über einen weiteren Neuzugang durfte sich die Mannschaft dann kurz nach Beginn der Saison noch freuen. Mit LUIZ WEITER kehrte ein weiterer ehemaliger Fortuna-Jugendspieler von der A-Jugend des Bonner SC ins Wasserland zurück.

Außer STEFAN KIRCH hatte man auf der Seite der Abgänge eigentlich keinen Spieler zu beklagen, wenn dann nicht kurz vor Beginn der Saison Torhüter WLODOMIR WINNITSCHENKO, der in der Vorsaison zu einem der besten Torhüter der Kreisliga A gewählt worden war, die Nachricht geschickt hätte, nicht mehr im Wasserland zu erscheinen. So schenkte Liutyi dann dem A-Jugend-Torhüter MARCEL MALZAHN sein Vertrauen und warf ihn ins kalte Wasser des Seniorenfußballs. Hier sei schon einmal erwähnt, dass Marcel seine Sache hervorragend machte und schon in seiner ersten Seniorensaison sein großes Talent präsentierte.

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Die Fortuna schien gut gerüstet für die Saison und ganz Kessenich träumte von der Bezirksliga. Auch die Fachwelt des Bonner Kreisliga-Fußballs wettete auf den Kreisliga A-Meister Fortuna Bonn. Mit diesen Voraussetzungen ging es dann in die Saisonvorbereitung, die dem einen oder anderen Spieler vorkam, als wenn man in den Profifußball gewechselt wäre. Mindestens fünf, manchmal auch ein oder zwei mehr Einheiten standen in der Trainingswoche auf dem Programm. Wer sich zuvor auf die faule Haut gelegt und seinen Körper vernachlässigt hatte, hatte nicht nur mit Muskelkater sondern auch mit plötzlichen Übelkeiten in bestimmten Trainingsübungen ein Problem. Während die daraus resultierende Müdigkeit beim zweiten Platz des Meindorf-Turniers noch nicht so eine große Rolle spielte, war das Pokal-Aus in der ersten Runde in Godesberg (4:5 nach Verlängerung) schon auch damit in Verbindung zu bringen.

Zum ersten Saisonspiel präsentierte sich die Erste dann topfit, was der Gegner Boluspor Bonn mit einer 3:7-Niederlage auch deutlich zu spüren bekam. Nach einem weiteren deutlichen Sieg gegen Lengsdorf (3:0), folgte das Spiel gegen Oedekoven und den Ex-Trainer Uwe Kürten. Leider präsentierte man sich da zu verkrampft und verlor diese Partie mit 2:3. Dennoch spielte man insgesamt eine starke Hinrunde. Zur Winterpause stand man mit 31 Punkten und 40:17 Toren auf dem dritten Tabellenplatz.

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Mit Beginn der Rückrunde hofften alle, dass mit der entsprechenden Einstellung die nötigen Punkte gesammelt würden, um das gesteckte Ziel doch noch zu erreichen. Leider hatte man aber in den wichtigen direkten Duellen meist das Nachsehen. Zum Teil wurde die Unerfahrenheit der jungen Truppe dann doch immer mal wieder ersichtlich. Letzten Endes reichte es auch in dieser Saison wieder „nur“ für den dritten Tabellenplatz mit 58 Punkten und einem Torverhältnis von 74:31 Toren.

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Bei der Zweiten Mannschaft hatte der ein oder andere Anhänger große Angst vor dem schwierigen zweiten Jahr nach dem Aufstieg. Die Mannschaft sowie das Trainerteam um JOCHEN ACHNITZ und ERICK GOURIOU zeigten sich davon aber völlig unbeeindruckt. Schon zur Winterpause verdeutlichte man mit einem sechsten Tabellenplatz bei 25 Punkten und 37:24 Toren, dass man mit dem Abstieg aus der Kreisliga B aber mal absolut nichts zu tun hatte. Auch wenn der Start in die Rückrunde mit der Ausbeute von fünf aus möglichen 15 Punkten nicht optimal verlief, stand man am Ende der Saison mit 40 Punkten und 58:58 Toren auf dem achten Tabellenplatz und damit deutlich vor den Abstiegsrängen.

Die Dritte Mannschaft stand nach dem Aufstieg in die Kreisliga C vor einer schwierigen Saison. Trainer TEDDY MIEBACH bemerkte bei der äußerst geringen Trainingsbeteiligung schon in der Vorbereitung, dass das Ziel „Klassenerhalt“ nicht so einfach werden würde, wie vielleicht der ein oder andere Spieler meinte. Zur Winterpause stand man dann tatsächlich auch mit gerade mal 10 Punkten und 19:49 Toren tief im Abstiegsschlamassel. Unter Androhung des Trainers selber noch einmal die Schuhe aus dem Keller zu holen, fing sich die Dritte dann aber in der Rückrunde. Mit 25 Punkten und 45:96 Toren rettete man sich ganz knapp auf einen Tabellenplatz, der den Klassenerhalt bedeutete.

2006 gab es einen Führungswechsel in der Seniorenabteilungs-Spitze. Trotz vielem Bitten und Flehen konnte BODO ULRICH nicht überredet werden, seinen Abteilungsvorsitz weiterzuführen. Unter großem Bedauern verkündete er auf der Mitgliederversammlung am 2. März in der Markusschänke seinen Rückzug, versprach gleichzeitig aber der Fortuna in anderen Positionen treu zu bleiben. Eine Fusion des Jugend- und des Seniorenvorstandes kam weiterhin noch nicht zustande, so dass BODO „BALLERMANN“ HOFFMANN, der in dieser Chronik auch schon des Öfteren erwähnt wurde, zum neuen Abteilungsleiter gewählt wurde. Ihm zur Seite standen weiterhin HERMANN KALTMEYER (Geschäftsführung) und JÖRG KRÜMMEL (Kassenwart). Außerdem gehörten dem Seniorenvorstand noch ERICK GOURIOU (sportlicher Leiter), HENNING ARP (Mitgliederverwaltung) und PETER BOLEY (u.a. vor allem Kiosk) an. WIM BECKER, HORST KOEP sowie PETER BOLEY kümmerten sich auch weiterhin um die eminent wichtigen Förderkreise.

Auf der damaligen Mitgliederversammlung kam es darüber hinaus zu einer Flut von Ehrungen. ARMIN EBNER, Mitgründer der Fortuna und damaliger Kreisvorsitzender, zeichnete BODO ULRICH, HORST KOEP und WERNER „SCHUMMEL“ GOERGES für ihre besonderen Verdienste um die Förderung des Sports und ihren unermüdlichen Einsatzes u.a. für die Fortuna mit der goldenen Ehrennadel des Fußball-Verbandes Mittelrhein aus. Darüber hinaus erhielten noch JOCHEN ACHNITZ (sehr zur Freude von Henning Arp), PETER BOLEY, PETER HENNES, JÖRG KRÜMMEL, WILLI „BIBI“ MEEHSEN, TEDDY MIEBACH und BODO HOFFMANN die silberne Verdienstnadel.

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung der damaligen Mitgliederversammlung war der Bau eines Vereinsheims. Dazu aber später mehr…