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50 Jahre SC Fortuna Bonn – Teil 22

Die Saison 1990/91

Zur Saison 1990/91 nahm die Erste Mannschaft von der Fortuna einen erneuten Anlauf um in die Kreisliga A aufzusteigen. Das Trainerteam um WIM BECKER und HORST KOEP blieb gleich und auch innerhalb des Kaders kam es nicht zu großartigen Veränderungen. Einzig die Abgänge von PETER NEUDECK und JÜRGEN „BURSCHI“ KRÄMER“, der in seiner weiteren Laufbahn aber zu seiner Fortuna zurückkehren sollte, wogen schwer. Mehr Kopfzerbrechen bereitete dem Trainerteam die zu der damaligen Zeit immer wieder auftauchenden Verletzungssorgen. Böse Zungen behaupteten gar, dass die Fortuna den Kreuzbandriss erfunden hatte. Zu dieser Saison musste man auf THOMAS BUTSCHEID aufgrund dieser Verletzung verzichten. Zuvor hatten bereits unter anderem JÖRG KRÜMMEL und TEDDY MIEBACH mit dieser Verletzung Bekanntschaft gemacht.

Im Kreispokal kam das Aus bereits in der ersten Runde gegen den SV Wachtberg mit einem 1:3. Das Turnier in Meindorf, an dem man mittlerweile schon traditionell teilnahm, konnte gewonnen werden. Im Finale schlug man damals den Ausrichter mit 3:1. Das absolute Highlight in der Vorbereitung war allerdings ein Freundschaftsspiel gegen den Europapokalsieger NOTTINGHAM FOREST. Nach einer hochklassigen Leistung ging das Spiel nur mit 2:3 verloren, wobei das Siegtor für den Gegner erst fünf Minuten vor Schluss fiel. Die Tore für die Fortuna schossen damals MIEBACH und PILS.

In die Meisterschaft startete man dann äußerst erfolgreich. In der gesamten Hinrunde blieb man ohne Niederlage, so dass man zur Winterpause mit 26:4 Punkten auf dem ersten Platz stand. Eine gezielte Vorbereitung auf die Rückrunde war dann aufgrund der starken Schneefälle nicht möglich. Der Aschenplatz blieb praktisch die gesamte Vorbereitung gesperrt. Ein paar Hallenturniere dienten als Ausgleich, diese wurden aber alle recht erfolglos bestritten. Trotz der schlechten Vorbereitung wurde die Siegesserie in der Rückrunde aber fortgesetzt. Erst am 26. Spieltag musste man beim 1:2 in Oberkassel die erste Niederlage hinnehmen.

Bis zum Ende der Saison lieferte sich die Fortuna mit dem TuS Pützchen ein heißen Kampf um den Aufstieg. Fortunas Erste stand zwar immer auf dem ersten Platz, aber Pützchen ließ nicht locker. Im letzten Spiel machte die Fortuna mit einem klaren 4:1-Sieg in Pützchen dann alles klar. Mit 49:7 Punkten und 86:18 Toren ging die Meisterschaft ins Wasserland, was gleichzeitig die Rückkehr in das Kreisliga-Oberhaus bedeutete.

Fortuna Zweite Mannschaft stand nach dem Aufstieg in die Kreisliga B vor einer ganz schweren Saison. Schon zur Winterpause stand man auf einem Abstiegsplatz, den man auch bis zum Schluss nicht mehr so richtig verlassen konnte. Nach nur einem Jahr ging es somit leider wieder zurück in die Kreisliga C.

Die Dritte Mannschaft holte ihrerseits wieder einen guten vierten Tabellenplatz in der Kreisliga C und die Vierte Mannschaft landete in ihrer Spielklasse auf Tabellenplatz 13.

Der Jugendabteilung bescherte 1990 der erste (und auch leider einzige) CAPITAL-CUP internationale Gäste im Wasserland. Das Turnier wäre fast in einer großen Katastrophe geendet. Nur durch entschlossenes Handeln einiger Fortunen wurde ein Großbrand beim Abschlussfeuerwerk im Wasserland verhindert.

1991 fanden die Austauschfahrten nach Goshen und Oxford leider nicht mehr statt. Oxford war leider pleite und Goshen kam aufgrund des Golfkrieges nicht nach Bonn. Stattdessen ging es für mehrere Jahre nach Ezanville bei Paris und die C1 entdeckte die beliebten Regenturniere in Kerkrade! Diese sollten in den kommenden Jahren noch reichlich Besuch von der Fortuna bekommen.

Fortunas Mädchenmannschaft wird Kreispokalsieger und die hochtalentierte Jugendmannschaft, von der in Teil 20 schon berichtet wurde, holt als E-Jugend sogar das Double.

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