1972_73

50 Jahre SC Fortuna Bonn – Teil 4

Die Saison 1972/73

Zur Saison 1972/73 wurde als Spielertrainer für die Erste Mannschaft Hansi Schumacher verpflichtet (siehe Bild). Als Erfinder des Mottos „Die Null muss stehen“ (Huub Stevens hat dies also nur kopiert) sollte er mithelfen, die tollen Leistungen der vorherigen Spielzeiten zu bestätigen bzw. sogar noch zu übertrumpfen.

Doch der Start war alles andere als gut. Im Pokal schied man bereits in der ersten Runde durch ein 1:3 gegen den FC Bonn aus. Und auch in der Meisterschaft konnte man in der Hinrunde die wahrlich vorhandene Stärke nicht halten und so belegte man mit 17:13 Punkten nur einen enttäuschenden Mittelfeldplatz. In der Rückrunde ging es allerdings wieder aufwärts. Mit 24:6 Punkten holte man noch einmal auf und schloss die Spielzeit auf einem 4. Tabellenplatz ab.

Die Zweite Mannschaft von Fortuna sah in der Hinrunde mit 8:22 Punkten noch wie ein Absteiger aus, steigerte sich dann aber in der Rückrunde, holte noch 16:14 Punkte und hielt so dann die Klasse. Die Dritte Mannschaft belegte in ihrer Klasse den 6. Tabellenplatz mit 26:22 Punkten.

Dass die Fußballabteilung immer größer wurde, zeigen die Mannschaftsmeldungen im Jugendbereich für diese Spielzeit. Neben den altbewährten A-, B-, C- und D-Jugendmannschaften ging in der Saison 1972/73 erstmalig auch ein B2-, C2- und ein E-Jugend-Team an den Start. Die A-Jugend platzierte sich in der Endabrechnung im unteren Mittelfeld der Tabelle. Während die B2 im Tabellenmittelfeld landete, verlor die B1 knapp mit 1:2 gegen den Godesberger FV ihr Aufstiegsspiel. Sowohl die C2, als auch die D- und E-Jugend sicherten sich souveräne Mittelfeldplatzierungen in der Saison. Äußerst erfreulich war, dass die C1 nach ihrem Vorjahresaufstieg die Klasse in der Sondergruppe halten konnte. Insgesamt war man in der Jugendabteilung mit dem Abschneiden der Mannschaften in dieser Saison äußerst zufrieden.

Dass Spielermangel in der Saisonvorbereitung nicht nur ein gegenwärtiges sondern auch schon ein früheres Problem gewesen ist, belegt eine Kuriosität aus dieser Spielzeit. Um alle angesetzten Spiele auch vollziehen zu können, absolvierte Vorstandmitglied Harald Walraff fünf Spiele in einer Woche. Dabei musste er dreimal in unterschiedlichen Seniorenmannschaften, einmal im AH-Team und dann auch noch einmal in der Vorstandsmannschaft ran.